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Umweltschonend bohren

Das Verfahren des Bohrens ist in Außenbereichen häufig recht umweltbelastend und bislang schwer realisierbar, da das Erdreich mehr oder weniger stark beeinträchtigt wird. Um eine Umweltbelastung durch eventuelle Schadstoffe und einen großen Aufwand zu vermeiden, wird im Rahmen moderner Bohrmethoden ein horizontales Bohren durch eine Horizontalspülbohrung unterstützt. Mit der Horizontalspülbohrung, die auch als HDD Bohrtechnik bekannt ist, kann umweltschonend gearbeitet werden. Insbesondere im Bereich der Bohrungsmaßnahmen für die Verlegung von Kabeln unterhalb der Erdoberfläche sowie bei Bohrungstätigkeiten für die Erledigung von Verlegearbeiten für das Abwassersystem und Wasserzuleitungen ist die Horizontalspülbohrung eine bewährte Verfahrensweise.

Im Gegensatz zu einem herkömmlichen Bohren können beim Horizontalspülbohren diverse Ausgrabungen im Erdreich unterbleiben. Dies hat den Vorteil, dass im Sinne der Ökologie keine Veränderungen am Erdreich und Belastungen der Umwelt durch Erdbewegungen auftreten. Insbesondere bei Verlegearbeiten und Erdbohrungen in naturgeschützten Gebieten und im Bereich natürlicher Gewässer erweist sich die Horizontalspülbohrung als äußerst umweltschonende Technologie.

Darüber hinaus wird mit dieser Bohrtechnik eine Reduzierung des Aufwandes an Erdarbeiten mit minimaler Technik erreicht, was gleichsam einen wirtschaftlichen Vorteil darstellt. Bei der Horizontalspülbohrung bilden plangerecht angelegte Erdlöcher die Grundlage für das Ende und den Anfang der Bohrung. Durch einen sogenannten Bohrkopf erfolgt eine Bohrung im Erdreich, die sich in Richtung der Endgrube bewegt. Um die Bohrung komplett durchführen zu können, befindet sich direkt hinter dem Bohrkopf ein spezielles Bohrgestänge. Das Bohrgestänge kann in Abhängigkeit von der Länge der Bohrung aus einzelnen Segmenten zusammengesetzt werden. Darüber hinaus ist das Gestänge durch die einzelnen Bauteile in einem gewissen Grade beweglich.

Beim Eintreffen in der Endgrube kommt es zu einem Ersatz des Bohrkopfes durch den als Räumer bezeichneten Funktionsteil. Um einen entsprechenden Durchmesser der Bohrung zu erzielen, ist der Räumer in variierenden Größen einsetzbar. Der Räumer ist in diesem Zusammenhang immer größer als der Bohrkopf. Durch diese Voraussetzung wird der Effekt erzielt, dass durch das Horizontalspülbohren eine wunschgemäß dimensionierte Bohrung erzielt werden kann. Die Aufgabe des nachträglich betriebenen Räumers besteht somit darin, eine Ausweitung der Bohrung umzusetzen.